Es ist wieder Mal Zeit


Es ist wieder Mal Zeit,

 

über mich und die letzten Monate zu schreiben. Weil es eben Tage waren, welche mich doch etwas nieder gezogen hatten. Ich bin nun schon 25 Jahre trockener Alkoholiker und davon etwa die Hälfte (13 Jahre) Rauchfrei.

Zu Weihnachten war Besuch da, welcher Raucht und doch wenig Alkohol trinkt mit Rücksicht auf mich, was ich auch sehr akzeptieren musste. Wir hatten trotzdem viel Spaß und auch Sylvester war alles so „nach meinem Geschmack“! Wer rauchen wollte ging eben auf den Balkon.

Doch es waren Tage dabei, die ohne irgendeinen Grund mich an den Alkohol recht sehr erinnerten. Warum auch immer – ich musste mich ganz schön anstrengen, keinen falschen „Schritt“ zu machen. Mit meiner Frau hatte ich darüber gesprochen und diese meinte, dass es an der Arbeit liege, da ich ja einen Job für 450 € habe. Möglich, denn es war mitunter sehr stressig. Viel Aushilfe und kaum Urlaub – ich meine, zwei/ drei Stunden reichen aus am Tag. Trotzdem waren es immer mehr.

Liegt es auch daran, dass ich älter geworden bin? Will mein Körper mir sagen, dass ich Ruhe brauch? Oder sind es noch andere Augenblicke, welche sich in meinen Erinnerungen an die Jugendzeit zurück denken ließen? Meine Jugendliebe zum Beispiel? Schönste Zeit….werde sie nie vergessen!

 

Ganz stolz bin ich schon, dass ich das Rauchen ausgehalten habe. Als ich damals mit der Meinung auftrat, nicht mehr zu Rauchen, hmmmm, es gab unterschiedliche Meinungen wie auch bei dem Alkohol. „Spinner“ wollten wissen, dass das nicht lange hält, gaben mir eine Woche höchtens. Aber es gab auch mich, der ja versuchte, alles, trotz verschiedener Meinungen im „schlechtestem Sinn“, durch zu ziehen. Ich war mir damals sogar siegessicher das zu schaffen. Ich bin mir da eines Schwures sicher, den ich mir selbst gestellt habe. Trotz dass ich nicht´s mehr mit der Vergangenheit zu tun habe. Der Grund steht hier in der HP. Mir ging es gegen die „Ehre“, mich erniedrigen zu lassen  – zu glauben, dass ich es nicht schaffe. Bei dem Alkohol war schon ein schnittiger Grund dabei – ich wollte Auto fahren, was ich schon damals versprach, es aber nicht gehalten und dann versoffen hatte.

Die Zigarette ist eigentlich ein Anhängsel zu dem Alkohol. Ich hatte den Alk geschafft – also sollte auch das Rauchen nicht mehr sein. Das das sich erst 2006 erfüllte lag daran, dass ich ein starker Raucher war (40 / Tag). 12 Jahre eher hatte ich dem Alk abgesagt und immer noch einen starken Willen gehabt und habe ihn auch immer noch, nicht mehr in die Flasche zu „gucken“. Es reicht mir schon, wenn ich mal eine geschlossene Flasche anfasse um weiterreichen zu müssen. Was mich nicht mehr so „anregt“ ist die Fahne, wenn jemand mit mir redet. Klar gehe ich aus dem Weg, aber früher hat es mich geekelt.

Die Zeit vergeht und wir werden älter. Sieben Jahrzehnte werden es dieses Jahr, die ich auf der Erde sein darf. Schön, das erleben zu dürfen. Manchem war das Leben nicht so hold. Dreißig Jahre Alkohol und zweiundvierzig Jahre Rauch – und dann erzählt mir der Arzt in Beiden Fällen, das ich gesund bin - meine Organe noch "keinen größeren Knax" weg. Das war und ist für mich der Beste Beweis, dass es richtig war, mit allem                                                                            

"SCHLUSS"

zu machen. Etwas Besseres gibt es nicht und ich wünsche allen, die das lesen, weiterhin viel Glück und eine gute Willensstärke.

 

 

Das Leben rennt dahin und man sieht es gar nicht, wie schnell es geht - zu schnell, um dabei mal Luft zu holen. Dazu kommt man nicht. Warum? Wenn ich das wüsste, würde ich nicht schreiben.

Erst geht man in den Tag hinein, überholt sich einfach selbst und man steht da, als wäre die Zeit stehen geblieben. Es kommt einem so vor, als rennen die Zeit davon und dann wundert man sich, das schon wieder ein neues Jahr begonnen hat. So ist es auch wieder zum letzten Sylvester gekommen - zu schnell haben wir 2019. War da nicht erst noch das Ehemaligentreffen 2018??? 

 

Es ist schon einige Zeit her (Ende Dazember/2018), da gab es bei mir einen "Ruck", als würde sich alles auf den Kopf stellen. Ich war "ekelhaft" krank geworden. Wusste nicht mehr, ob ich männl.- oder weiblich war. Dazu noch leichtes Fieber und einen tollen Schmertz im Brustkorb, wenn ich Husten musste. Es war eine Lungenentzündung nach meiner Meinung und der Hausarzt, welche meine Frau kommen lies untersuchte mich nur mit abhöhren der Brust. Ich brauchte einige Tage, um mich wieder zurecht zu finden. Wie auch immer.

Es ist doch verflixt, wenn man so schlimm krank wird. Da gehen viele Dinge durch den Kopf. Zumindest war es bei mir so. Da war der Alkohol wieder - der Nikotin auch. Ich hatte den Gedanken schon, doch auch mein Gewissen sagte mir: "Tu es nicht". Warum gab es diese Gedankengänge zum Alk oder Nikotin? Waren diese Dinge bei mir so vertieft, dass ich sie wieder im krank aufrief? Tat ich das - warum überhaupt?

Gedanken verstärkten sich auch an meine frühere Jugendliebe. Ich bin doch glücklich verheiratet. Ich bin doch nicht abhängig von allem, verdammt! Waren das meine letzten Gedanken vor dem Tod? Ich glaube es nicht. Denn sonst säße ich bestimmt nicht mehr hier und würde schreiben. Wie das Leben so spielt.