Rauchfrei

 

 

  Endlich Rauchfrei!

Es ist schon etwas länger her, da hielt ich es einfach nicht für möglich. Ich wollte endlich vom Rauchen weg kommen. Die Zeit während dem Alkoholentzuges in der Klinik würde dazu ungeeignet gewesen sein um zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Was man sich vor nimmt wird bestimmt nicht immer erfüllt. Doch es war auch Zwecklos gleich ein zweites "Programm" an zu legen. Nicht, dass ich es gar wollte, meine Laster los zu werden. Ich war sogar sehr wild darauf , das Rauchen los zu werden. Doch es verlief sich in Luft. Wieder mussten fast 12 Jahre vergehen, damit ich es durchsetzen kann. Wie konnte es aber anders sein, als immer wieder die HP vor Augen - mit immer wieder dem gleichen Thema und immer wieder die gleichen Gedanken an die Zeit des Alkoholentzugs. Wie wird der Entzug, wenn ich mich dazu überwinde. Was für ein Entzug wird es dieses Mal? So schlimm wie beim Alkohol, oder gar keiner? Nein, schlimmer nicht, aber ähnlich. Immer habe ich den Tag des nicht mehr rauchen(NMR) voraus geschoben. 35 -40 Stück am Tag, dass ist schon viel(es gibt schlimmeres). In den letzten anderthalb Jahren wurden es weniger, da der Weg auf den Balkon zu weit war und in der Wohnung nicht geraucht wurde. Langsam hatte ich mich an die "nicht gerauchten Zigaretten" gewöhnt. Doch auch das ging vorüber. Wieder kam der "kleine Nikotinteufen" vorbei und meinte: "Rauch mal wieder ("Greif lieber zur HB, dann geht alles wie von selbst"). Sicher kennen noch einige das "HB- Männchen" aus der ARD- Werbung. Ich hatte am PC mir eben den Vorgänger diese Homepage erstellt und war noch stark am "arbeiten". Da fehlte mir so manche Zeit für den Weg zum Balkon. Doch es war manchmal wie verhext. Kleine Ruhepausen in der Arbeit lockten auch zum Balkon. Selbst eine Anmeldung in einem Nichtraucher- Forum brachte nicht viel. Immer weniger wurden die Rauchpausen, denn...- es war zu eklig!

Am 05.01.2006 um 21.30 Uhr drückte ich spontan die Zigarette nach zwei/ drei Zügen aus und sagte zu meiner Frau: Das war die letzte! Am nächsten Tag ging sie mit der Erwartung, dass ich nachkomme, auf dem Balkon. Doch meine Person lies das kalt. Ich hatte mir vorgenommen, nicht mehr zu rauchen und dabei soll es bleiben. Ich staunte über mich selbst. Der Tag verlief aber anders, als ich dachte. Ein "kleiner Nikotinteufel" sagte immer: rauchen, rauchen.... Nein habe ich gesagt und war ruhiger. Nie dachte ich dass hier wirklich der "kleine Nikotinteufel" im Spiel ist, welcher immer wieder versucht, mich zu verleiten eine zu rauchen. Die Zeit verging jedoch verhältnismäßig gut, aber der Hintergedanke an die Zigarette haftet noch an mir. Wieder wollte ich auf den Balkon und tat es einfach, aber ohne Zigarette - einfach mal frische Luft schnappen. Da merkte ich schon, dass in meinen Händen etwas fehlt und ich im Mund nur einen Bonbon hatte, was zu der Zeit ungewöhnlich für mein Tun war. Die kommende Nacht erwartete ich schon deshalb skeptisch, weil ich ja nicht wusste..., doch diese Nacht verlief unruhig. Immer wieder wurde ich wach, wälzte mich hin und her, schweißgebadet stand ich auf. Manchmal wollte ich eine rauchen gehen, nur dass die Gedanken an das Rauchen verschwanden. Der Körper musste sich erst an "das Ungewöhnliche" gewöhnen. Kein Nikotin floss durch mein Blut. Am Morgen zum Kaffee der erste Gedanke - nein, ich habe nicht geraucht. Ungewöhnlich, aber schön!!! 

 
 

                 SWR3 geändert am 01.05.2019

Die Zeit hat Flügel und so wurden auch keine Versuche unternommen, irgendwann wieder zu rauchen. Ich hatte es nach x- Monaten mal versucht, einen Zug an der Zigarette meiner Frau zu machen - ich bereute es schon, als ich den Qualm im Mund spürte. Mir wurde übel und ich ärgerte mich darüber. Nun sind es schon über 13 Jahre und ich bin stolz, ein NichtMehrRaucher zu sein. Wer denkt, dass ich hier übertreibe - überheblich bin - der irrt sich. Ich bitte um Entschuldigung, aber mein Stolz ist doch irgendwie berechtigt.

Ich habe oben mal den SWR3- Rauchfrei-Elch eingesetzt - ist schon wieder eine Zeit her.

Im Internet fand ich ein anderes NMR- Forum, welches ich gleich zur Anmeldung nutzte. Das war ein herzlicher Empfang und das motivierte mich gleich noch mehr, nikotinfrei zu sein. Durch das tägliche Posten im Forum und die Tipps, welche man bekommt, hat man andere Gedanken, als eine rauchen zu gehen! Wer sich anschließen möchte, hier der NMR- Link:

 http://www.ohnerauchen.de/forum   

 

Seit nunmehr 13 Jahren rauche ich dieses Jahr (2019) nicht mehr.

Es ist schon ein hartes Stück, wenn neben dir einer raucht und man steht dabei. Nicht WEIL er raucht, sondern der Rauch, der "rüber kommt"! Ich gehe dann aus dem Rauch heraus oder lasse es ganz sein.

Meine Frau schimpft schon immer, wenn ich "überall dabei sein muss". Aber die Anderen wissen auch, dass ich nicht mehr rauche und sagen nix. Na ja, schön zu wissen, dass ich dem Nichtrauchen treu geblieben bin.

Ich hatte schon einmal zusamman gerechnet, wieviel ich verqualmt hätte, weiß es aber nicht mehr. Es waren einige Tausen DM/€. Ist schon eine gute Sache, nicht mehr zu rauchen, denn meine ehemaligen Kollegen, mit denen ich zuletzt gearbeitet hatte legten immer eine Raucherpause ein und ich? Ich gehe zwar mit, stelle mich aber abseits. Sie wissen auch, dass ich keinen Bedarf mehr habe. 

Nun eben muss ich über meinen Text hier lächeln. Warum? Keine Ahnung, aber vielleicht kommt er mir etwas komisch vor. Na ja, wer weiß schon, wie es mir geht? Ach was, ich lasse es stehen. Machen Sie sich Gedanken und denken Sie, wenn Sie noch Rauchen, daran, wie schön es nicht, den Glimmstängel nicht mehr zwischen den Fingern zu halten. Keine gelben Finger - keinen Nikotingestank in den Klamotten....

 

Gesund leben ohne Nikotin ist die beste Medizin.